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Sinwar wird erneut geboren: als Märtyrer auf dem Weg zur Befreiung Palästinas

Stellungnahme der Revolutionären Sozialisten

Die Bewegung der Revolutionären Sozialisten trauert um den Märtyrer Yahya al-Sinwar, einen Kämpfer, der ein Vorbild für das ist, was Widerstandskämpfer und Anführer sein sollten. Wir teilen den tiefen Schmerz der Palästinenser und aller Menschen, die nach Freiheit streben, angesichts dieses großen Verlustes. Doch wir sind überzeugt, dass der Widerstand niemals stirbt – und al-Sinwar bestätigt dies sowohl im Leben als auch im Tod.

Al-Sinwar, der aus dem Flüchtlingslager Khan Younis stammt und in eine arme Familie geboren wurde, die durch die Nakba vertrieben wurde, wurde später Anführer der Widerstandsbewegung Hamas. Im Laufe der Jahre plante und führte er gemeinsam mit seinen Mitkämpfern zahlreiche Angriffe gegen den Feind durch, bis hin zur Al-Aqsa-Flut. Die Anführer des Feindes, die den Widerstandskämpfern noch gestern zur Kapitulation aufriefen und versuchten, die Palästinenser gegen den Widerstand aufzubringen, indem sie behaupteten, nach al-Sinwars Tod gebe es keine Hoffnung mehr, scheinen den Verstand verloren zu haben. Der Widerstand erneuert sich nach jeder Niederlage oder Katastrophe – so wie al-Sinwar geboren wurde.

Al-Sinwars Leben als Kämpfer war geprägt von dem Kampf für die Befreiung von der Besatzung und der Überzeugung, dass der bewaffnete Kampf der einzige Weg zur Befreiung Palästinas ist. Er hörte nie auf, in jeder erdenklichen Weise zu kämpfen. Selbst als er über 20 Jahre in den Gefängnissen des Feindes verbrachte, lernte er dessen Sprache und verstand, wie der Feind denkt. Während seiner Gefangenschaft schrieb al-Sinwar einen Roman, um eine wichtige Ära der palästinensischen Geschichte festzuhalten. Nach seiner Freilassung setzte er den Kampf unermüdlich fort.

Besonders wichtig sind jedoch die Momente seines Martyriums. Als der Anführer der Hamas in einer früheren Konferenz äußerte, er wolle in den Kämpfen mit dem Feind sterben, waren das nicht nur leere Worte, wie sie oft in pathetischen Reden von Staatschefs zu hören sind. Al-Sinwar, der Anführer der größten palästinensischen Widerstandsbewegung, wurde im Kampf gegen den Feind getötet – so wie jeder andere Kämpfer auch. Damit verbanden sich seine Worte und Taten auf eindrucksvolle Weise. Selbst in den schwierigsten Momenten kämpfte er bis zum letzten Atemzug, selbst verwundet, und warf symbolisch Stöcke auf den schwer bewaffneten Feind. Dies ist ein starkes Zeichen für die Kämpfer, dass der Widerstand immer Sinn macht, bis zum letzten Atemzug und unter den schwierigsten Bedingungen.

Der Tod von al-Sinwar sollte uns nicht zur Resignation führen. Der Kampf gegen den Feind ist ein langwieriger Kampf, und Befreiungsbewegungen erleben immer eine Abfolge von Siegen und Niederlagen. Doch wir sollten lange über den Moment seines Martyriums nachdenken und von den palästinensischen Widerstandskämpfern Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit lernen, um dem Feind auch unter unerträglichen Bedingungen die Stirn zu bieten.

Die Befreiung Palästinas und die Auslöschung des zionistischen Gebildes wird nicht allein durch den bewaffneten Widerstand der Organisationen erreicht werden, so wichtig und großartig ihre Rolle auch im Kampf gegen den Feind und die imperialistischen Kräfte ist. Der endgültige Sieg wird nur durch die Unterstützung und Beteiligung der Völker der Region am Widerstandsprojekt möglich sein. Die Umstände, unter denen al-Sinwar gefallen ist, bringen uns dazu, über die Wiederbelebung aller Komitees und Organisationen nachzudenken, die das palästinensische Volk unterstützen – hier in Ägypten, selbst unter den schwierigsten Bedingungen. Es ist unser Ziel, jede Möglichkeit zu nutzen, Hilfskonvois wieder zu aktivieren und Druck auszuüben, um die Belagerung Gazas zu brechen. Unsere Worte müssen mit Taten übereinstimmen, auch unter schwierigen Umständen – so wie al-Sinwar und seine Mitkämpfer unter den härtesten Bedingungen gekämpft haben.

In dieser äußerst heiklen Phase der Konfrontation mit dem Feind rufen die Revolutionären Sozialisten alle politischen und gewerkschaftlichen Kräfte, Arbeiter und Studenten dazu auf, die Solidarität mit Palästina auf jede erdenkliche Weise wiederzubeleben – durch Komitees an Universitäten, in Stadtteilen und an Arbeitsplätzen. Lasst uns gemeinsam gegen die staatliche Repression kämpfen und unsere Ablehnung der Haltung des ägyptischen Regimes gegenüber dem Geschehen in Palästina und im Libanon zum Ausdruck bringen. Ebenso lehnen wir das Schweigen der Regierung zur Anwesenheit des Feindes in der Nähe der Salah al-Din-Achse ab.

Lang lebe der Widerstand in Palästina, Libanon, Irak und Jemen. Ein Widerstandskämpfer mag sterben, aber der Widerstand stirbt nie.