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Deutscher Waffenhersteller übergibt Kriegsschiffe an Ägypten

Am 15. Dezember übergab der deutsche Waffenhersteller Thyssenkrupp Marine Systems in Bremerhaven ein Kriegsschiff (Fregatte) an die ägyptische Marine.

Die „Al-Qadeer“ ist das dritte von vier Kriegsschiffen, die das Unternehmen an die ägyptische Marine liefert. Die drei Kriegsschiffe wurden in nur 14 Monaten an die ägyptische Marine übergeben. Die Fregatte „Al-Qadeer“ wird in den kommenden Tagen nach Alexandria aufbrechen. Thyssenkrupp Marine Systems gab bekannt, dass die Fertigstellung der vierten Fregatte in enger Zusammenarbeit mit dem TKMS der Alexandria Shipyard erfolgen wird.

Vizeadmiral Ashraf Ibrahim Atwa, Oberbefehlshaber der ägyptischen Marine, sagte: „Diese wiederholten Gelegenheiten sind ein Beweis für die gute Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen der Arabischen Republik Ägypten und der Bundesrepublik Deutschland.“

Thyssenkrupp Marine Systems ist das gleiche Unternehmen, das Israel mit U-Booten der „Dakar-Klasse“ beliefert. Die U-Boote kosten bis zu drei Milliarden Euro.

Während der Völkermord in Gaza andauert, sehen Waffenhersteller eine Chance auf lukrative Geschäfte. Der Völkermord in Gaza hat daher das Interesse des deutschen Staates an mehr Gewinnen im Rüstungsbereich bestärkt. Im Jahr 2023 kam es zu einer Verzehnfachung der Waffenexporte aus Deutschland nach Israel. Während die deutschen Rüstungsexporte nach Israel im Jahr 2022 32 Millionen Euro betrugen, stieg dieser Wert im Jahr 2023 auf 303 Millionen Euro. Die Bundesregierung geht sogar so weit, zu fordern, dass das deutsche Militär Waffen kostenlos an Israel abgeben darf.

Doch die deutsche Waffenindustrie steigert ihre Gewinne nicht nur durch den Völkermord in Gaza, sondern auch durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine. Im vergangenen Monat kündigte die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock an, dass Deutschland die Ukraine weiterhin mit Waffen versorgen werde. Im Jahr 2024 ist von Waffenlieferungen aus Deutschland in die Ukraine im Wert von bis zu acht Milliarden Euro die Rede.

Wie uns die imperialistischen Kriege im Irak und in Afghanistan sowie der imperialistische Krieg in Vietnam und anderswo zuvor gezeigt haben, ist Krieg ein lukratives Geschäft. Daher muss Baerbocks Ablehnung eines Waffenstillstands in Gaza in diesem Zusammenhang gesehen werden. Das deutsche Kapital profitiert vom Völkermord in Gaza. Mit jedem ermordeten Palästinenser muss die israelische Armee weitere Waffen kaufen, die deutsche Waffenhersteller nur allzu gerne zur Verfügung stellen.